Homestudio einrichten

Inhaltsverzeichnis

Homestudio einrichten-Vorwort

Neulich habe ich überlegt was ich heute anders machen würde, wenn ich mir nochmal Hardware und Software zum Abmischen und Recording kaufen würde und ein Homestudio einrichten müsste. Denn die Auswahl an Laptops, Daws, Recording Equipment sind riesig, und das eigene Budget sollte ja möglichst effizient eingesetzt werden.

In diesem Artikel möchte ich mich weniger auf ein bestimmtes Budget festlegen, sondern eher darauf eingehen worüber du dir Gedanken machen könntest um dein Budget gezielter einzusetzen.

Ich werde u.a. auf Themen eingehen wie Raumakustik optimieren, Mikrofonauswahl, Abmischen mit Kopfhörern, Abhörmonitore etc.

Da ich etwas ausführlicher auf einige Punkte eingehen werde, habe ich mich entschieden diesen Beitrag in mehreren Beiträgen nacheinander zu veröffentlichen. Denn dies soll langfristig ein umfassender Guide für Anfänger werden.

Dieser soll Anfängern zur Orientierung in verschiedenen Themen dienen, und wird inhaltlich regelmäßig erweitert und aufgefrischt.

Audio-Laptop

Eine Mac vs Windows Diskussion werde ich nicht starten :). Ich denke dies erübrigt sich, und sollte jeder selbst entscheiden. Ich bin bestimmt keine Pc-Experte, habe aber in den vergangenen Jahren den einen oder anderen Audio Pc zusammengeschraubt.

Da ich selbst Windows 10 User bin und einige Erfahrungen mittlerweile mit Desktop Audio Pc und verschiedenen Betriebssystem gemacht habe, werde ich auch hierzu schreiben.

Mir geht es eher um Vor und Nachteile, Alternativen und bekannten Problemen bei Laptops, sowie günstigen Alternativen.

Worauf sollte ich achten?

Eigentlich gibt es folgende Optionen :

  • Du benutzt einen bereits vorhandenen Laptop und optimierst diesen nochmal für Daws (z.B. Gamer Laptop) (hat Vor und Nachteile)
  • Du kaufst einen neuen direkt optimiert für Audio Anwendungen (teure Variante)
  • Du kaufst einen  gebrauchten (refurbished) mit Garantie (beste Preis Leistung) gute Alternative

Allgemeine Informationen zu Audio Laptops

Jedem sollte klar sein das die gesamte Zusammenstellung aus Hardware, Software und Betriebssystem entscheidend sind für einen optimalen Audio Laptop.

Nicht ohne Grund gibt es spezielle Audio Laptop Anbieter, welche gezielt Audio Laptops herstellen und Hardware Komponenten, sowie Chipsätze verbauen und optimal aufeinander abstimmen.

Wenn du wissen möchtest wie gut dein Windows System für Audio Anwendungen ist, empfehle ich dir das Programm Latency Checker.

Dieses gibt Aufschluss über das Realtime Handling deines Systems für Audioanwendungen für Windows.

Außerdem lassen sich hier Probleme von z.B. möglichen Treibern feststellen und anschließend gezielt beheben und die Performance deines Laptops verbessern.

Dieses Programm eignet sich besonders für Anwender im Audiobereich, welche trotz eines guten Gesamtsystems, unerklärliche Dropouts und Latenzprobleme, trotz eines guten Audio Interfaces haben.

Mobiles Arbeiten bevorzugt

Die meisten von uns werden heutzutage für normale Projekte wahrscheinlich eher einen Laptop mit einem i7 und 16 gb ram und schneller ssd Festplatte bevorzugen.

Wobei 8 gb ddr4 Ram in einem Audio-Laptop auch schon ausreichend sein können.

Denn mobiles Arbeiten ist heutzutage sehr wichtig geworden.

Laptop besser kühlen

Aufgrund der kompakten Bauweise und der damit verbundenen Lüfterfunktion, können Laptops bei großen Projektenschnell heiß werden. Hier eignen sich sogenannte Cooler Pads für Laptops, welche ab 30 Euro schon recht erschwinglich sind.

Audio Laptop-im Studio nutzen

Wer ausschließlich einen Laptop zum Musik abmischen oder ähnliches benutzt, und zusätzlich für Zuhause einen Monitor benutzen möchte, dem empfehle ich eine USB Docking Station.

Hier lässt sich quasi mit einem USB Kabel alles auf einmal verbinden.

Laptops für Audioanwendungen – Worauf sollte ich bei den Prozessoren achten?

Wer nicht Unmengen an Geld für einen richtigen Audio Laptop ausgeben möchte, sollte beim Kauf eines normalen Laptops ein paar Dinge beachten.

Wenn du einen Laptop kaufst, solltest du unter anderem auf die Bezeichnungen der Prozessoren achten. Diese unterscheiden sich etwas in der Bezeichnung als bei Desktop PCs.

Hier ist es wichtig zu wissen, das es abgespeckte Versionen zum Beispiel eines “Intel i7” gibt.

Diese sind bei Laptops mit einem U versehen, z.B. i7 6500u. Diese sind auch dementsprechend günstiger.

Das bedeutet in der Praxis das die Anzahl der tatsächlichen Kerne reduziert ist,was für die Leistung im Audiobereich sehr entscheidend sein kann. Ausserdem haben die Prozessoren der U Reihe auch weniger Cache, soweit ich weiß.

Ein Intel i7-6700 HQ im Laptop hat beispielsweise echte 4 Kerne.

Ein Intel Core i7-8750H hat zum Beispiel echte 6 Kerne.

Dies solltest du beachten, wenn du einen Laptop für Audio Anwendungen benutzen möchtest.

Eine guter Intel i5 oder i7 mit echten 4 Kernen im Audio Laptop sollten es schon sein, um in einer Daw Projekte vernünftig bearbeiten zu können,und genügend Leistungsreserven zu haben.

Kann ich einen Gaming Laptop für Audioanwendungen nutzen?

Ja dies ist möglich. Hierbei sollte aber jedem klar sein, das die Hardware Komponenten für das Gaming konzipiert und konfiguriert wurden. Somit kann dies für Audio Anwendungen mit Problemen in der Praxis behaftet sein.

Auch hier empfehle ich wieder einen Gesamtcheck des Systems mit dem Latency Checker, um einen Überblick zu haben wie gut das System für Audioanwendungen überhaupt ist.


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Vor-und Nachteile von Gaming Laptop für Audio

Leistung

Vorteile von Gaming Laptops sind die starken Prozessoren mit voller Kernanzahl und der schnelle Arbeitsspeicher.

Grafikkarten

Problematisch können Grafikkarten werden im Zusammenspiel mit Daws.

Dies kann an der Shared Memory Funktion von Grafikkarten liegen.

Hier empfiehlt es sich Daws von der Verwendung der Grafikkarte auszuschließen, und diese auf dem internen Grafikchip laufen zu lassen.

Dies ist auch ein Grund warum Richtige Audio Laptops keine Grafikkarten besitzen.

Dies lässt bei Laptops in der Software der Grafikkarte konfigurieren.

OnBoard Soundchips

Onboard Soundchips sollten im Bios deaktiviert werden, wenn der Laptop für professionelle Audio-Anwendungen benutzt wird.

Ich möchte einen bereits vorhandenen Laptop für Audio Anwendungen nutzen

Wenn du bereits einen Laptop besitzt z.B. einen dual Core, kannst du dir noch etwas mehr Leistung verschaffen, indem du Windows etwas für Audio Anwendungen optimierst.

Wie das geht und worauf du achten solltest, habe ich hier schon einmal beschrieben.

Windows für DAW´s optimieren

Refurbished Laptops als Alternative

Eine kostengünstige Alternative können sogenannte Refurbished Laptops sein. Wer einen leistungsstarken Audio Laptop nicht neu kaufen möchte dem empfehle einen Blick auf sogenannte Business Laptops.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Leistungsstark
  • technisch geprüft
  • direkt erweiterbar (z.B. Festplatte SSD oder RAM, Akkutausch)
  • Garantie
  • Umwelt

Nachteile:

begrenzte Stückzahlen (immer wieder mal nachschauen)

Anbieter

Zum Beispiel hier:

https://greenpanda.de

Bereits vorhandenen Laptop nutzen

Wer wirklich fast kein Budget hat, dem empfehle ich die Nutzung seines bisherigen Laptops.

Diesem würde ich einen Check mit Latency Checker unterziehen.

Dann würde ich Windows für Audio Anwendungen optimieren und prüfen ob der Arbeitsspeicher sich noch aufrüsten lässt.

Wer dann auch kein für ein Audio interface dem empfehle ich den Download des Asio4all Treibers.

Dieser reduziert Latenzen deines Audio Chips und macht diesen quasi nutzbar für Audio Anwendungen bis zu einem gewissen Grad.

Wer einfach mit z. B. Maschine ein paar Beats bauen will, der kann mit diesem Treiber durchaus erste Erfahrungen sammeln.

Audio Pc Desktop

Wer sich heutzutage überlegt einen Desktop Audio Pc für Audioanwendungen zu kaufen kann richtig Geld sparen. Die Preise für Desktop Pcs sind im Gegensatz zu Laptops relativ weit unten. Hier gibt es viel Leistung für relativ wenig Geld.

Denn hier kann anstatt einer teuren Grafikkarte das Budget in die Leistung investiert werden. Mit schnellen Desktop Pcs als Studio Rechner lassen sich All In One Projekte ohne weiteres realisieren oder große Projekte mit leistungshungrigen Plugins wie zum Beispiel Orchester Libaries bewerkstelligen.

Was ich mit All In One Projekten meine ist, das aufgrund der starken Performance direkt mehrere Produktionsschritte in einem Projekt bewerkstelligt werden können, wie z. B. Composing, Mixing und Mastering. Wer seinen Workflow kennt, weiss das dies auch Nachteile haben kann.

Ein Song Projekt in der Daw generell in mehrere Arbeitsschritte zu teilen, kann enorme Vorteile haben, um nicht ewig an einer Idee hängen zu bleiben.

Wer einen Desktop Pc für richtig viel Leistung und große Projekte sucht, dem empfehle ich Workstations mit Xeon Prozessor. Diese sind neu so teuer das sich das wohl fast keiner leisten kann.

Gebrauchte Workstations

Gebrauchte Workstations kannst du bei z. B. Greenpanda. de kaufen und diesen direkt mit frischer Zusatzhardware wie mehr Ram aufrüsten.

Die verbauten Xeon Prozessoren sind nicht mehr die neuesten aber dennoch einem aktuellen i7 in Laptops durchaus überlegen.

Diese Workstations haben in der Regel auch gute Grafikkarten, da diese von Firmen stammen die damit auch Videoschnitt betrieben haben.

Bei dem o. g. Anbieter kannst du also eine zwei Jahre alte Workstation direkt mit ssd und mehr Ram aufrüsten und hast sogar noch Garantie drauf.

Und das Schöne ist das Workstations generell für Langlebigkeit und Leistung konzipiert wurden. Also alles was ein Audio Pc auch benötigt.

Dies wäre mein absoluter Tipp an alle die einen richtig guten Studio Pc haben wollen.


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Backup Möglichkeiten im Studioalltag

Wer einem Cloud Service seine Dateien nicht anvertrauen möchte, wird höchstwahrscheinlich nach einer geeigneten Software suchen.

Hier empfehle ich das kostenlose Programm Personal Backup , welches sich einfach konfigurieren lässt, und Backups im Hintergrund zwischen verschiedenen Festplatten durchführt.

Ich habe lange Zeit nach einer vernünftigen Backup Lösung gesucht im Studioalltag, und dieses Programm gleicht nur noch geänderte Dateien mit der Backup Festplatte ab nachdem dies einmal konfiguriert wurde.

Somit ist es dies sehr praktisch für volle Studio Festplatten. Ein großes regelmäßiges manuelles Backup von Festplatte zu Festplatte ist somit nicht mehr nötig.

Infos zu Festplatten für Audio Anwendungen

Beispiel :

Mein Windows 10 System läuft auf einer schnellen SSD festplatte.

Daw, Instrumente und Libarys sind auf einer schnellen normalen Festplatte intern. Die Backup Festplatte läuft über USB 3.0.

Ich bin da auch kein Nerd, kann aber kurz meine Erfahrungen dazu beschreiben.

SSD Festplatten für Audioanwendungen

SSD Festplatten sind mittlerweile ultraschnell und werden auch immer erschwinglicher. Der Nachteil ist das diese, wenn sie defekt gehen, von jetzt auf gleich zu 100 Prozent kaputt sind, und keine Daten mehr zu retten sind. Deshalb macht es wenig Sinn wertvolle Projektdateien dort zu speichern. Gute Erfahrungen habe ich mit der Samsung

Der ein oder andere kennt dies vielleicht von Handy Speicherkarten, welche durch den Flashspeicher bei Problemen auch direkt defekt sind.

Normale Festplatten

Bei normalen Festplatten gehen im Falle eines Defekts in der Regel nur erste Sektoren kaputt.

Diese Festplatten lassen sich auch gut mit Software überwachen wenn es zu defekten Sektoren kommt.

Ein bekanntes kostenlosen Programm ist zum Beispiel CrystalDiskInfo.

Somit hat man bei Audio Festplatten immer rechtzeitig die Möglichkeit, die Festplatte zu tauschen bevor sie endgültig kaputt geht.

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Welche DAW soll ich kaufen?

Ich empfehle dir folgendes:

Kaufe nicht direkt eine große Version einer Daw. Mittlerweile gibt es nämlich ausreichend Demos und LE Versionen von diversen DAW Herstellern. Die LE Versionen sind die kleinsten Versionen einer Daw, und kosten um die 99 Euro, welche sich später unkompliziert upgraden lassen.

Einige kleine Daw Versionen lassen sich besonders gut im Sale upgraden.
Soweit ich weiß gibt es auch jede größere mittlerweile in drei Versionen.

Wenn du dir eh Hardware kaufen möchtest, achte mal darauf ob der Hardware eine Le Version einer Daw beiliegt. Bei meinem neulich erworbenen Midi-Controller von Icon lag zum Beispiel eine LE Version von Steinberg Cubase bei. Diese kostet normalerweise schon 99 Dollar.

Oder du probierst eine kostenlose DAWs wie Cakewalk von Bandlab aus. Auch zusätzliche Plugins werden am Anfang eigentlich nicht benötigt. DAWs sind heute sehr gut mit allen grundlegenden Tools wie EQs, Kompressoren und gutem Hall ausgestattet.

Im Endeffekt würde ich mich erst nach dem Ausprobieren verschiedener DAWs für eine größere Version entscheiden. Nachteile dieser kleinen Versionen sind die eingeschränkte Nutzung von Instrumenten oder Audiospuren. Für einen Anfänger oder zum Ausprobieren ist das völlig ausreichend.

Welches Audio-Interface ist für mich das Richtige?

Wer wenig Budget hat, so bis 100 Euro, dem empfehle ich ein zwei-kanaliges Audio-Interface z.B. von Focusrite.

Bei Audio-Interfaces liegen manchmal LE Versionen von DAWs bei.

Bei Audio-Interfaces solltest du im Verhältnis zu deinem Budget folgende Punkte beachten:

  • Anzahl der Ein-und Ausgänge
  • Größe für mobiles Arbeiten
  • Strom über USB oder Batterie möglich
  • Qualität der Preamps
  • Qualität des Kopfhörerausgangs
  • Ist ein Kopfhörerausgang für hochohmige Studiokopfhörer dabei?

Kopfhörer-Preamp in Audio Interfaces

Wer sowieso überlegt sich einen Kopfhörer zum Abmischen zu kaufen, der sollte darauf achten das der Preamp am Interface hochwertig ist. Ansonsten sollte ein Kopfhörer Preamp zusätzlich gekauft werden. Hochwertige Audio Interfaces und Kopfhörer Preamps unterstützen auch 250 Ohm Kopfhörer.

Beispiel:

Ein professioneller Studiokopfhörer um die 400- 500 Euro macht nur wenig Sinn an einem 100 Euro Interface.

Deswegen sind 1000 Euro für ein Audio-Interface relativ zu sehen, wenn ein guter Kopfhörer Preamp schon 500 Euro kosten kann.

Abmischen mit Kopfhörern

Das Mischen von Songs in der DAW mit einem vernünftigen Studiokopfhörer kann verdammt viel Spaß machen.

Bevor ich diese Thematik weiter vertiefe möchte ich die Kopfhörer in zwei Kategorien teilen damit wir nicht durcheinander kommen:

  • Studiokopfhörer
  • Hifi-Kopfhörer

Einen Hifi-Kopfhörer würde ich eher mal zum Gegenhören eines Mixes benutzen, und nicht zum Mischen. Warum?

Hifi-Kopfhörer haben natürlich wie Hifi-Boxen einen “verschönerten Klang” und eine geringere Auflösung als ein Studiokopfhörer.

Studiokopfhörer besitzen eine höhere Auflösung und Linerarität.

Generelle Probleme mit Kopfhörern

Bei Kopfhörern ist natürlich das Problem das im Prinzip der Raum fehlt. Der Bassbereich und Phasenauslöschungen könnten beim Mischen mit Kopfhörern zu Problemen führen. Dafür lassen sich Details gut wahrnehmen.

Als ich mir meinen ersten vernünftigen Referenz-Kopfhörer gekauft hatte (Beyerdynamic DT 880 u. 1990 Pro), war ich überrascht wie gut sich darauf Songs mischen lassen.

Hätte mir damals jemand gesagt, kauf dir lieber einen Studiokopfhörer, statt ein paar Abhörmonitore wenn dein Budget klein ist, hätte ich mir wahrscheinlich viele Mixing-Stunden sparen können. 🙂 Denn mein Raum zum Abhören war damals entsprechend schlecht.

Achte beim Kopfhörerkauf auf die Ohmangabe. Ein hoch-ohmiger Kopfhörer benötigt einen entsprechenden Vorverstärker. Bei einigen Audio-Interfaces ist manchmal ein solcher Anschluss schon vorhanden. Zum Beispiel beim RME Babyface. Ein Kopfhörer mit 30 Ohm kann zum Beispiel noch am Handy betrieben werden.

kopfhoerer_zum_abmischen_beyerdynamic_dt_1990pro

Mittlerweile ein Klassiker-der Beyerdynamic_dt_1990pro

Studiokopförer vs. Abhörmonitore

Wer direkt Abhörmonitore kaufen möchte, sollte auf jeden Fall nochmal die gleiche bzw. doppelte Summe in Akustikmodulen etc. investieren. Denn gerade Absorber für den Bassbereich verschlingen viel Budget. Denn für die Akustik im Bassbereich gilt immer noch, viel hilft viel.

Aber zurück zu den Kopfhörern:) Die Linearität und die Auflösung der Studiokopfhörer hatten mich echt überrascht.

Allerdings darf man sich nicht verleiten lassen, und NUR auf Kopfhörern abmischen.

Meiner Meinung nach kommt man nicht um vernünftiges Gegenhören und Abhören mit Boxen herum.

Ich empfehle jedem der gerade anfängt sich mit dem Thema Recording auseinander zu setzen, lieber einen Studiokopfhörer zu kaufen, und zwischendurch mal auf anderen Anlagen gegen zu hören.

Preislich würde ich 200 bis 500 Euro ansetzen für einen Studiokopfhörer. Wobei es nach obenhin preislich keine Grenze gibt.

Das restliche Budget würde ich lieber in andere Bereiche investieren, z. B. Mikrofon und oder Interface.

Meistens bieten Hersteller die Studiokopfhörer in halboffener und offener Bauweise, oder geschlossen an.

Sollte ich erst Kopfhörer und dann Abhörmonitore kaufen?

Ich würde auch jedem mit kleinem Budget erstmal zu einem Studiokopfhörer raten, bevor ein paar Studiomonitore gekauft werden.

Denn bei Studiomonitoren kann man gleich nochmal die Kosten zur Raumoptimierung mit einrechnen. Denn ein hochauflösender Abhörmonitor für viel Geld nützt dir nichts wenn die Raumakustik nicht entsprechend angepasst wurde. Und dies wird in der Regel etwas kosten.

Der Kopfhörer-Vorverstärker

Eine wichtige Sache die nicht zu unterschätzen ist. Ich habe neulich einige Vergleiche angestellt.Tatsache ist-wer einen 500 Euro Kopfhörer kauft zum Abmischen, muss entweder noch mal genauso viel für einen Vorverstärker ausgeben, oder direkt ein sehr hochwertiges Audio-Interface kaufen. Ich habe eine 120 Euro Interface mit meinem RME Babyface verglichen, was nicht ganz fair ist, aber ich war überrascht wie krass der Unterschied ist. Bei dem 120 Euro Audio Interface war der Sound so schlecht, da hätte ich direkt den Eingang am Laptop nehmen können. 🙂

Tipps für den Kopfhörer-Kauf

Als Tipp für den Kauf eines Studiokopfhörers ist es bei einigen Herstellern so, das Special Edition Kopfhörer günstiger sind, als die normale Version. Dabei ist dieselbe Technik in diesen Kopfhörern verbaut. Hier lohnt es manchmal etwas Zeit für die Suche zu investieren.

Zumindestens war das einige Zeit lang bei dem Beyerdynamic DT-880 Pro so. Weitere gute Marken für Studiokopfhörer sind natürlich auch AKG, Fostex etc. Das Schöne ist ja, das ich beim Kauf eines Studiokopfhörers im Fachgeschäft, meine eigenen Mix mitnehmen kann.

Das kann ich bei Abhörmonitoren natürlich in der Regel auch, nur werden die Abhörmonitore Zuhause immer anders klingen als im Laden, weil die Raumakustik anders ist.

Beim Kauf eines Studiokopfhörers ist noch die Ohmzahl zu beachten. Studiokopfhörer mit geringer Ohmzahl z.B. 80 Ohm können auch an mobilen Geräten ohne Vorverstärker genutzt werden. Niedrig-ohmige Kopfhörer sind präziser und hochauflösender.

Viele Audiointerfaces haben bereits Anschlüsse für niedrig-und hochohmige integriert. (z.B. RME Babyface Pro)

Wer sich für Tests von Studiokopfhörern interessiert, dem kann ich die Seite Kopfhoerer.de empfehlen. Dort kann man auch direkt die Messdaten zum Frequenzgang einsehen, was mir bei der Orientierung vorab immer sehr geholfen hat. Aber den Gang zum Musikfachgeschäft sollte man auf jeden Fall machen.

Was total interessant ist, wenn du bereits einen Kopfhörer benutzt hast, und dir hinterher erst den genauen Frequenzverlauf ansiehst.

Nun gibt es ja Plugins, welche einen Raum abbilden sollen, wie das Vst-Plugin Waves NX. Ich habe dies getestet und mich hat es nicht überzeugt. Eventuell mache ich hierzu noch mal ein Video.

Raumsimulation Waves NX getestet

Da ich auch ein großer Fan von Kopfhörern im Studioalltag und des Abmischens bin, habe ich mich auch gefragt ob Plugins wie Waves NX, welche einen Raum simulieren wirklich nützlich sein können. Meiner Meinung nach ist dies keine Hilfe. Dies bezieht sich auf einen Test mit diesem Plugin. Es gibt ja aber noch andere Plugins für eine Raumsimulation und Kopfhörer-Was sind deine Erfahrungen?

Fazit:

Ich sehe einen Studiokopfhörer eher als Ergänzung im Studioalltag. Einen vernünftigen Raum mit Abhörmonitoren kann dieser sicherlich nicht ersetzen.

Doch ich empfehle jedem Anfänger mit wenig Budget eher zum Studiokopfhörer, bis 500 Euro anstatt Monitorboxen ohne Akustikmodule. Denn sind wir mal ehrlich ein paar Monitorboxen, da sind 500 Euro garnichts.:)

Gerade wer mobil sein möchte mit seinem Laptop oder wie auch immer ist hier vielleicht besser bedient.

Abmischen auf Hifi-Boxen

Das Mischen auf Hifi-Boxen ist ein Thema welches Homerecordler betrifft, die ihr Budget geschickt einsetzen wollen. Mir ging das auch mal so, und somit habe ich mir damals auch über dieses Thema Gedanken gemacht.

Kann ich auf Hifi Boxen mischen wenn mein Budget klein ist, um mit Mixing-Sessions zu beginnen?

Im Prinzip ja! Voraussetzung ist allerdings das du deine Hifi-Boxen kennst. Wenn du schon ewig auf deinen Boxen Musik hörst, und dir bewusst bist wie diese klingen, wo die Stärken und Schwächen sind, dann ist das dein entscheidender Vorteil für den Anfang.

Du wirst hier wahrscheinlich bessere Ergebnisse beim Abmischen erzielen, als auf neu gekauften Abhörmonitoren.

Alternative Ergänzungen zum Mischen auf Hifi-Boxen

Hier möchte ich auf einige Abhör-Ergänzungen eingehen wenn du auf Hifi Boxen mischt, um das Ergebnis deines Mixes direkt zu verbessern.

Wer ausschließlich die Möglichkeit hat auf Hifi-Boxen zu mischen, dem rate ich erstmal einen “schnellen Mix” zu machen. Anschließend würde ich mal im Auto, TV oder Küchenradio gegenzuhören. Dies zeigt einem oft wo die Schwächen deines Raumes und der Boxen sind.

Bei der nächsten Mixing-Session kannst du dies berücksichtigen.

Was noch?

Wer den Frequenzverlauf seiner Hifi-Boxen kennt kann eine Anpassung via EQ vornehmen um zu besseren Ergebnissen zu kommen. (z.B. mit einem GEQ)

Bluetooth-Boxen sind durchaus auch interessant zum Gegenhören und kosten auch nicht mehr die Welt, denn es gibt sie von ganz billig bis teuer.

Viele davon sind allerdings mono bzw. haben dieses Fake-Stereo, ähnlich wie bei Smartphones. Der Vorteil beim Gegenhören eines Mixes bei diesen Boxen ist, das die Position im Raum oder der Raum selbst mal gewechselt werden kann. Dies kann durchaus interessant sein.

Wenn der Mix auf der kleinsten und billigsten Box immer noch gut klingt, wird er das auf jeder anderen auch.

Manchmal hilft das wenn man noch keine genaue Vorstellung von der Instrumenten-Verteilung hat.

Der Raum spielt natürlich auch eine Rolle, egal ob auf Hifi-Boxen oder Abhörmonitoren gemischt wird. Und auch hier lässt sich schon einiges machen, auch wenn der Raum nicht optimal ist.

Was ich damit insgesamt sagen möchte ist das du dir deine eigene “Abhörkette” in deinem Studio schaffst welche für dich funktioniert. Die Beispiele oben können dir dabei helfen auszuprobieren was für dich in Frage kommt.

Wenn du den Frequenzverlauf deiner Hifi-Boxen gut kennst, kannst du auch einen EQ beim Abmischen zur Korrektur benutzen, um mehr Linearität zu bekommen. Dies hilft aber nur bedingt, und ist auch von anderen Faktoren abhängig wie z.B. der Raumakustik.

Stimme Zuhause aufnehmen-Mikrofone-Akustik

Wer seine Stimme Zuhause professionell aufnehmen möchte, sei es Gesang oder Sprache, kann mit geringem Aufwand seine Möglichkeiten verbessern.

Gerade im Homestudio fragt sich jeder wie er sein Budget richtig einsetzen kann. Denn Raumoptimierungen mit Akustikmodulen gehen schnell ins Geld.

Doch ist das überhaupt sinnvoll? Oder sollte ich erst woanders ansetzen?

In Foren lese ich immer wieder dieselben Fragen zu diesem Thema. Ich möchte in diesem Artikel einiges zusammenfassend darstellen, und in einzelne Fragen unterteilen.

Vieles ensteht natürlich auch durch ausprobieren, da jedes Homestudio unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Raumgröße, Akustik usw. aufweist.

Grundlegend sollten die Aufnahmebedingungen verbessert werden, um eine hohe Aufnahmequalität zu gewährleisten. Ein professionelles Audiointerface und Mikrofon sind die Grundvoraussetzung für professionelle Audioaufnahmen in den eigenen vier Wänden.

Eine nachträgliche Bearbeitung mit Plugins, um schlechte Aufnahmen zu verbessern,  ist nur bedingt möglich, und ist eher nicht zu empfehlen.

Was du tun kannst, wenn du nachträglich doch nocheine Aufnahme verbessern möchtest erkläre ich hier.

Aufnahmekabine ja oder nein

Nein.Wenn du nicht die räumlichen Möglichkeiten, sowie die finanziellen Mittel hast, ist eine Aufnahmekabine nicht nötig. Es gibt aber einiges zu beachten. Du solltest dir Gedanken machen zur Akustik im Raum, über Lärm von Außen, und der möglichen Schallisolierung zum Nachbarn.

Denn der Bau einer professionellen Aufnahmekabine ist sehr kostspielig, auch wenn alternative Materialien benutzt werden. Wobei dies, wer über das nötige Geld verfügt, ein interessantes Thema ist.

Außerdem kann es ja auch sinnvoll sein von vorne herein gar keine Aufnahmekabine zu wollen,in einem kleinen Studio, um den direkten Kontakt zum Sänger/in zu haben. Das muss jeder für sich entscheiden.

Bringt ein Reflextionsfilter für Mikrofonständer wirklich etwas?

Reflektionsfilter sind in der Regel teuer,  und bringen für den Preis nicht viel. Das heißt bevor du viel Geld für einen Reflektionsfilter ausgibst, würde ich eher den Raum optimieren, und verschiedene Aufstellungen des Mikros ausprobieren.

Das Geld würde ich lieber in ein vernünftiges Mikrofon investieren oder in Akustikabsorber für die “Vocalecke”. Das Preis/-Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach bei Reflexionsfiltern nicht gut.

150 Euro sind viel Geld für einen Reflexionsfilter-da könnte es schon mehr Sinn machen sich ein paar Basotectplatten zu kaufen oder ähnliches.

Stimme im selben Raum aufnehmen

Ja, hier gibt es aber einiges zu beachten bezüglich möglicher Störfaktoren. Der Studio-PC könnte zu laut sein. Oder Lärm und Geräusche von Außen könnten mit auf der Aufnahme landen. Je nach Situation und Umfeld ist die richtige Mikrofonart zu wählen.

Wenn du in deinem Studio Probleme mit Lärm von außerhalb hast, könnte es sinnvoll sein, zuerst nach außen zu dämmen. Insbesondere bevor viel Geld zur Optimierung innerhalb des Studios ausgegeben wird.

Gerade in kleineren Studios ohne Aufnahmekabine hätte man so gleichzeitig weniger Lärm von außen, und weniger Lärm von innen nach Außen (bei Fenstern z.B.).

Zusätzlich sollte sich dadurch auch die Raumakustik schon verbessert haben.

Fenster lassen sich zum Beispiel sehr gut mit Verbundschaumstoffen dämmen. Und dies ist meist günstiger, als eine Investition in den Bau einer Aufnahmekabine, und oder einer Optimierung der Akustik im Raum selbst (je nach Situation).

Die Dämmung nach Außen wird meiner Meinung nach bei der Optimierung eines Homestudios oft unterschätzt. Wer nicht gerade einen Kellerraum in seinem eigenen Haus nutzen kann, wird wahrscheinlich eher Probleme mit Lärm von außen bei der Aufnahme, oder Probleme mit der Lautstärke im Studio nach außen ( Nachbarn ) bei der Aufnahme oder beim Abhören bekommen.

Kurze Info zu Verbundschaumstoffen:

Gute Verbundschaumstoffe findest du diesem Shop hier, sowie Anleitungen zur Dämmung nach Außen.

Ich möchte keine Werbung machen für diesen Shop, sondern kurz meine Erfahrung bezüglich Verbundschaumstoffe teilen. Es gibt nämlich deutliche Qualitätsunterschiede. Die Qualität dieser ist meiner Meinung nach hochwertig für die Dämmung nach außen. Verbundschaumstoffe minderer Qualität bröseln nämlich leicht.

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Homestudio Akustik-Low Budget Tipps

Wer wenig Budget hat kann folgendes versuchen: Bücherregale, Teppiche,Vorhänge, auch Molton, können zu einer verbesserten Akustik des Raumes, und somit zu  einer verbesserten Aufnahme führen. Hier gilt das Prinzip des Ausprobierens. Ich hab auch schon Homerecordler gesehen die einen dicken Vorhang einfach über die Aufnahmeecke gehängt haben.

Je mehr der Raum schon nach außen gedämmt ist, umso weniger geschlossen muss die Ecke für die Aufnahme eines Homestudios sein.

Dies gilt natürlich für kleine Räume, welche eine Aufnahmemöglichkeit im Raum haben sollen. Habe ich einen großen Raum für Regie und Aufnahme, könnte eine Raumverkleinerung mittels Trennwände oder Bücherregalen etwas Abhilfe schaffen.

Wer zusätzlich Akustikmodule einsetzen möchte, dem empfehle ich Absorber aus Basotect um den Schall breitbandig zu absorbieren. Denn billiger Noppen-oder Pyramidenschaum absorbiert nur Höhen und nicht breitbandig.

Wer bei Diffusoren für die Wand Geld sparen möchte, dem rate ich zu rahmenlosen Diffusoren oder Eigenbau

Welche Mikrofonart sollte ich für Vocals bevorzugen?

In der Regel werden Mikrofone mit Nahbesprechungseffekt genommen, z.B. dynamische Mikrofone wie Sm 57 oder Großmembranmikrofone mit Nierencharakteristik.

Hier solltest du darauf achten das Großmembranmikrofone den Raum mitaufnehmen, während dynamische Mikrofone einen Nahbesprechungseffekt haben.

Warum singen einige Sänger direkt mit Channelstrip Effekten ein, wie Kompressor, EQ, Limiter etc. ?

In der Regel wird ein geübter Sänger nicht mit vorgeschaltetem Kompressor singen wollen. Denn ohne Kompressor kann der Sänger sich besser wahrnehmen und reflektieren.

Einen Equalizer kannst du natürlich vorschalten je nach Geschmack z.B. einen LowCut oder eine Klangoptimierung die du je nach Wunsch pre oder post Fader aufnehmen kannst. Hall wird in der Regel zum besseren Hören und “wohlfühlen” mit auf den Kopfhörer gegeben, aber nicht mit aufgenommen.

Wieviel Pegel ist nötig um Vocals aufzunehmen?

Auch hier gilt die Mixingregel : kein Clipping und genügend Headroom lassen. Wer sich zwischen ca. -10 dB und -5 dB einpegelt kann nicht viel verkehrt machen.

Das Singen beim Einpegeln sollte der tatsächlichen Lautstärke der späteren Aufnahme entsprechen. Deshalb ist es  wichtig sich beim Einpegeln Zeit zu nehmen, um später keine lauten Überraschungen mit Clipping zu erleben.

Wenn du zusätzlich in 24 bit aufnimmst oder höher, brauchst du keine Angst zu haben, dass du Probleme mit Rauschen bekommst.

Dies ist mit jedem professionellem Audio-Interface und DAW möglich.

Benötige ich einen externen Preamp um einen besseren Sound für meine Vocals zu erreichen?

Die Preamps eines Audiointerfaces sind in der Regel ausreichend. Wer mehr möchte oder einen bestimmten Sound ( z.B. Röhren ) für den lohnt sich ein zusätzlicher Kauf eines Preamps.

Wieviel sollte ich mindestens für ein Mikrofon ausgeben um eine vernünftige Aufnahmequalität zu erreichen?

-Dies ist leider nicht so eindeutig zu beantworten. Es haben sich aber einige “Klassiker ” in diesem Bereich etabliert. Ich nenne mal einige Beispiele:

  • Shure SM57 ( ca. 99 Euro ; dynamisch )
  • Shure SM 58 ( ca. 99 Euro ; dynamisch )
  • Rhode NT-1a ( ca. 140 Euro ; Großmembran )

Die Klassiker von Shure bekommst du in der Regel auch gebraucht sehr günstig, da es diese schon ewig und in dementsprechender Masse gibt z.B. bei Ebay Kleinanzeigen.

Die Frage ist ob du lieber mit einem dynamischen Mikrofon aufnehmen möchtest, oder mit einem Großmembran. Großmembran-Mikrofone benötigen zusätzlich eine Phantomspeisung, über die jedes professionelle Audiointerface heute auch verfügt.

Wer ein bisschen mehr ausgeben möchte, ist hiermit vielleicht ganz gut beraten:

  • Neumann TLM 102 ( ca 699 Euro ; Großmembran )
  • Rhode NT-2000 ( Ca 377 Euro ; Großmembran )

Nahfeldmonitore richtig aufstellen

Wer sich ein paar vernünftige Nahfeldmonitore für sein Studio gekauft hat, kann mit ein paar einfachen Tipps direkt mehr aus dem Klang seiner Boxen heraus holen. Es sei doch zu beachten, das jeder der sich Abhörmonitore gönnt, seine Raumakustik im Hinterkopf behalten sollte.

Wer kein Budget übrig hat für die Raumakustik könnte bitter enttäuscht werden von seinen Nahfeldmonitoren. Die Raumakustik zu verbessern ist also ein wesentlicher Teil.

Gleichseitiges Dreieck

Die Nahfeldmonitore sollten symmetrisch in einem gleichseitigem Dreieck, auf Ohrhöhe und angewinkelt aufgestellt sein. Ebenso das der Schall direkt auf die Ohren trifft. Die Hochtöner sollten sich auf Ohrhöhe befinden.

Somit sitzt du nun im sogenannten Sweet Spot, welcher die optimale Abhörposition beschreibt. Wird dieser verlassen kommt es unter anderem zu einer Verschiebung des Panoramabildes und Instrumente können nicht mehr richtig geortet werden.

Nahfeld bedeutet das die Lautsprecher in einem max. Abstand von 1-2 Metern positioniert werden sollten.

Abstand zur Wand beachten

Wenn du deine Studiomonitore zu nah an der Wand aufstellst, kommt es zu einer unsauberen Basswiedergabe. Es kann zu einer Überbetonung kommen.

Dies betrifft insbesondere Studiolautsprecher welche den Woofer-Ausgang hinten haben. Hier gilt das Prinzip des Ausprobierens. Wer Zuhause gar keine Möglichkeit hat den Wandabstand einzuhalten, der sollte sich lieber Lautsprecher mit einem Woofer-Ausgang nach vorn kaufen.

Entkoppeln

Um der Übertragung von Körperschall vorzubeugen sollten Abhörmonitore mit Schaumstoffpads entkoppelt werden. Der Vorteil dieser Pads sind, das sich der Winkel auch noch einstellen lässt.

Wer genug Platz hat, kann auch Ständer für seine Nahfeldmonitore nehmen. Dies wäre noch eine bessere Wahl. Ständer für Nahfeldmonitore kosten auch nicht mehr die Welt.

Raumakustik optimieren

Ein Nahfeldmonitor kann nur so gut sein wie sein Raum. Wer sich also Abhörlautsprecher zulegen möchte, sollte auf jeden Fall mind. das doppelte mal 2 in Raumakustik investieren. Insbesondere für Bassfallen wird relativ viel vom Budget nötig sein, was sich aber eindeutig lohnt.

Wer sich Nahfeldmonitore kaufen möchte und kein Budget zur Verbesserung der Raumakustik hat, dem empfehle ich einen hochwertigen Kopfhörer. Inwieweit das Sinn macht mit Kopfhörern habe ich hier geschrieben.

Wenn du deine Raumakustik im Homestudio optimieren möchtest, empfehle ich dir folgenden Artikel.

Raumakustik optimieren

 

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