Tipps für mehr Klarheit in deinem Mix

Mehr Klarheit und Präsenz in deinem Mix

Wenn Frequenzen sich behindern und in die Quere kommen fehlt einem Mix schnell die Durchschlagskraft und ein matschiger Sound entsteht.
Im Folgenden zeige ich dir die Klassiker und wie du für mehr Klarheit in deinem Mix sorgst.

Equalizer

Die bekanntesten Einstellungen zum Aufräumen von Frequenzen sind wahrscheinlich der Lowcut und Highcut bzw. Shelf Filter.

Überlege dir bei deinen Instrumenten welche Frequenzen du untenrum tatsächlich benötigst. Denn tiefe Frequenzen haben sehr viel Energie und zermatschen den Sound sehr schnell, und Frequenzen überlagern sich.

Denn ein Pad Flächen Sound benötigt höchstwahrscheinlich in einem Song nur obere Anteile der Frequenzen, und die unteren eher nicht.

Highcuts würde ich immer dann einsetzten wenn es um die Arbeit mit Samples geht. Samples können manchmal extrem vor bearbeitet sein z.B. mit Excitern.
Und somit sind diese dann schon meistens  zu crisp in den Höhen. Alternativ kann die auch mit einem High Shelf Filter geprüft werden.

Panning

Beim Panning verschaffst du deinen Instrumenten und entsprechenden Frequenzen im Stereobild den richtigen Platz,um eine spätere Uberlagerung zu vermeiden.

Während du ausgehend von den Drums (Mitte) und bass dein Stereobild weiter ausbaust,können
ähnlich klingende Frequenzen oder Instrumente, sagen wir mal zwei E-Gitarren ganz gut entgegengesetzt zueinander gepannt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Panning ist die Balance der Seiten zu halten um insgesamt ein schönes Stereobild zu bekommen denn der Mix sollte nicht einseitig werden oder ein Ungleichgewicht entstehen.

Kopfhörer sind natürlich super für Panning. Diese geben dem User aber ein extremes Stereobild vor, sodass du auch Abhörmonitore benutzen solltest.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte kann nicht nur in Recht/Links Bearbeitung denken, sondern auch in Mitte/Seite, zum Beispiel mit dem EQ.

Hall

Hallmenge

Durch zuviel Hall in deiner Abmischung kann der Mix undurchsichtig werden. Dies gilt auch für Delays.
Der Hallanteil wird oft unterschätzt, denn durch die spätere Kompression im Mastering kann die Wirkung deutlich ansteigen. Weniger ist hier mehr.

Hallarten

Nicht nur der Hallanteil oder die Menge sind oft ein Problem, sonders das zu viele unterschiedliche Hallarten benutzt werden.

Diese sorgen auch für einen undurchsichtigen Sound.

Dies entsteht oft durch gewählte Presets von Vst Instrumenten.
Deshalb empfehle ich den Einsatz und die Auswahl eines Hall auch bezüglich der Tieffenstaffelung erst ganz am Ende des Abmischens.
Denn der Halleffekt ist nur das Finetuning.

Hall bearbeiten mit dem EQ

Auch hier kannst du die Frequenzen, genau wie bei Instrumenten, z.B. mit einem LowCut bearbeiten um Platz zu schaffen, oder mehr frische durch Anhebung der oberen Frequenzen erreichen.

Hall-Stereobild bearbeiten

Das Stereobild eines Halls kann z.B. mit einem Stereo Image s1 Waves, verkleinert werden. Nehmen wir mal an ich habe einen Stereohall auf meiner Snare, so kann ich hier in Kombination mit einem EQ schön Platz schaffen.

Nichts desto trotz sei gesagt das ein muddy Sound auch mal gewollt ist in bestimmter Form. Es gab schon so einige Alben von Musikern die mir persönlich zu Clean waren. Dadurch wirkte das Ganze irgendwie unnatürlich.

In Zeiten wo der Loudness War noch richtig in Gange war, wurden sogar Instrumente im unteren Frequenzbereich absichtlich stark beschnitten, um die Musik noch lauter zu bekommen.

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