Mixing Tipps-So kommen Songs bei mir an

Mixing Tipps-Die Klassiker! Wie Song-Abmischungen bei mir ankommen

Wer diese Mixing-Tipps kennt, und beim Abmischen diese im Hinterkopf behält, kann  das klangliche Potential seines Mixes drastisch erhöhen. Heute werde ich auf die Top 3 eingehen, wie Songs bei mir ankommen, und wie du diese klassische Fehlern vermeiden kannst.

1.Der Mix ist bereits zu überkomprimiert!

Beim Abmischen von Songs ist mir aufgefallen, das User sich immer wieder zu viele Gedanken machen, wie laut sie abmischen sollen. Diese Frage sollte nicht im Vordergrund stehen. Viel wichtiger sind die Optimierung auf Klang und Ausgeglichenheit. Wer sich mit dem Thema Gain-Staging einmal auseinander gesetzt hat, wird es diesbezüglich viel leichter haben.

Gain-Staging führt nämlich auch zu mehr Ausgewogenheit, und einem verbesserten Klang deines Mixes. Zu den Gain-Staging Basics und welche kostenlose Vst-Plugins es dafür gibt habe ich schon zwei Blog-Artikel geschrieben, siehe unten.

Was ist Gain Staging?

Plugins für Gain-Staging und mehr

Was noch die Dynamik zerstört

Leider werden auch immer wieder Limiter und Maximizer beim Abmischen zuviel oder falsch eingesetzt. Gleiches gilt auch für Kompressoren. Eine Bearbeitung der Dynamik mit einem Vst-Kompressor, sollte immer den Einsatz eines Limiters und Maximizers vorgezogen werden.

Ansonsten leiden der Klang, die Dynamik und die Transienten. Eine optimale Bearbeitung einer Instrumentenspur mit einem Kompressor, sowie eine Bus-Kompression sollten an erster Stelle stehen. Eine stufenweise Verdichtung mit einem Kompressor der Bus-Gruppen beim Abmischen macht mehr Sinn.

Nichts gegen ein Abmischen in einen Limiter, wer das tut, sollte aber wissen was er macht. Das ist vergleichbar mit dem Einsatz eines Multibandkompressors, wer nicht weiß was er tut, wird schnell eines Besseren belehrt.

Denn manchmal ist überhaupt keine Dynamikbearbeitung nötig. Dies betrifft insbesondere Samples und Vst-Instrumente. Manchmal ist lediglich eine Kontrolle des Signals mittels Kompressors notwendig.

Die Dynamikbearbeitung bei so einem überkomprimierten Mix mit einem Mastering-Kompressor, sollte dementsprechend keine Abwärtskompression erfahren. Hier stehen Erhalt der Dynamik und Transienten im Vordergrund. Eine mögliche Bearbeitung mit einem Mastering-Kompressor wäre beispielsweise eine Aufwärstkompression.

Mehr zu Kompressoren im Mastering hier. 

Der Mix darf ruhig schön dynamisch und knackig sein. Im Mastering-Prozess kann man dann eine stufenweise Verdichtung des Materials, die richtig gut klingt, vornehmen.

2.Der Mix ist zu unausgewogen (Verhältnisse)

Ein Klassiker ist das bei Abmischungen der Bassbereich zu laut ist. Ein weiterer klassischer Fehler ist, das versucht wird alles zu gleichberechtigt nach vorne zu mischen. 

Ursachen

Der Bassbereich:

In Homestudios kommt es oft vor das die Raumakustik nicht optimiert wurde, insbesondere für den Bassbereich. Der Klassiker ist, das der Bassbereich somit nicht richtig abgehört werden kann, und es anschließend in der Abmischung zu einer Überbetonung in diesem Bereich kommt. Doch nicht nur teure Basstraps schaffen hier Abhilfe, sondern auch folgende einfache Maßnahmen:

  • Abhörmonitore benötigen ausreichend Abstand zur Wand (Der Schall wird kugelförmig abgestrahlt)
  • Entkopplung von Abhörmonitoren mit SchaumstoffPads
  • Richtige Positionierung der Abhörmonitore im Sweet-Spot (gleichseitiges Dreieck; Ohrhöhe u. Winkel)
  • Basstraps einsetzen

Was kann ich noch dagegen tun?

Wenn du weißt das dein Raum nicht ausreichend optimiert ist für den Bassbereich, behalte dies im Hinterkopf, und probiere folgende Kontroll-Optionen nach dem Abmischen deines Songs aus:

  • Nutze einen Analyzer um die Verhältnisse deiner Abmischung grafisch zu beurteilen z.B. den kostenlosen Voxengo SPAN
  • Nutze z.B. einen Multiband-Kompressor zum Beurteilen deines Mixes, in dem du den unteren Bassbereich mutest, oder einzelne Bänder einmal Solo abhörst
  • Höre deine Abmischung rechtzeitig auf anderen Anlagen gegen

Weitere Maßnahmen gegen eine unausgewogene Abmischung

Stichwort: Tiefenstaffelung! Mach dir BEVOR du abmischst Gedanken zur Instrumentenverteilung-Panning-EQing-und Hall. Manchmal hilft es die Verteilung der Instrumente und deren Tiefe auf einem Blatt Papier zu zeichnen um einen visuellen Eindruck zu bekommen.

3.Der Mix ist nicht ausreichend monokompatibel

Wie kommt es dazu und warum ist das ein Problem?

Beim Abmischen ist eine vernünftige Verteilung der Instrumente, und deren Staffelung sehr wichtig. In der Praxis kommt es hingegen oft vor, das schon beim Abmischen mit Stereo-Enhancern gearbeitet wird. Dies führt zu Phasenauslöschungen, was bedeutet das Instrumente in mono hörbar verschwinden und der Mix in sich zusammen fällt.

Eine gewisse Menge an Phasenauslöschungen ist auch ganz normal. Tatsächlich zählt meiner Meinung nach, die “gehörte Auslöschung”.

Wer sich durch das Mastering noch mehr Stereobasisbreite erhofft, kann hier also dementsprechend vorher einiges tun.

Mehr zum Thema Stereobasisbreite im Mastering hier.

Was kann ich dagegen tun?

Während des Abmischens kannst du immer mal wieder mono abhören, und mit einem Korrelationsmeter checken, ob dieser sich im positiven Bereich befindet. Dies ist insbesondere auch mal ohne Bassbereich zu prüfen, da dieser natürlich die positive Gewichtung erhöht. Der o.g. kostenlose Voxengo SPAN besitzt auch ein Korrelationsmeter.

 

Wenn du dir unsicher bist ,wie gut deine Abmischung ist, oder einfach nur mal Feedback brauchst, dann nutze meine kostenlose Mixanalyse im Akustik-Shop.

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oder direkt meinen kostenlosen Test-Master (Free Mastering). Ich freue mich auf deinen Track!

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