Reeset- Das neue ultimative Album von Ree

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Reeset-Am 14.8.20 ist es soweit! Mit diesem Album wird REE G zu REE !

Dann erscheint das neue Album von Ree aus Offenbach! Nach Corona der Barbar und Nembutal, wird es Zeit für einen Reeset, wie der Rapper Ree aus Offenbach bereits in seiner Single Nembutal angekündigt hat.

Nach 4 Alben, einer festen Fanbase und etlichen Jahren in der Szene, wird das Album Reeset das umfangreichste und kontrastreicheste Album des Rappers!

Details zu den Hintergründen erfährst du in diesem Interview UNTEN!

Höre jetzt schon Musik von Ree auf seinem Spotify Kanal!

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Am 7.8.20 erscheint das erste Video zu seinem Album, hier:

Ree-Reeset

Das Interview

Woher kommst du?

In Frankfurt Höchst geboren, ca. 13 Mal innerhalb Hessens umgezogen, vor ca. zehn Jahren in Offenbach gelandet und eines Tages vielleicht wieder wo ganz anders stranden. Ich hoffe irgendwo auf den Bahamas, Cocktail schlürfend, mit diesen süßen kleinen Sonnenschirmchen drin .

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Erzähl mir etwas zu deinem musikalischem Werdegang:

Ich wollte schon als Kind Musik machen, nahm mich beim Mitsingen der damaligen Eurodancesongs auf und hörte diese Aufnahmen im Walkman auf dem Weg zur Grundschule. Später, als ich ca. acht oder neun Jahre alt war, sah ich bei einem Cousin in Griechenland, wie er mit einem PC Musik machte. Da wurde mir klar: Ich brauche einen Computer! Jedoch waren diese damals unvorstellbar teuer.

Einige Zeit später kam jedoch ein Playstationspiel namens „Music“ heraus. Als ich die 100 Mark dafür endlich zusammen hatte, begann ich damit erste Beats zu basteln und lernte wie ein Song aufgebaut und arrangiert wird. Im Alter von 15 Jahren tauschte ich meine Playstation mit einem Kumpel gegen einen alten PC. Dieser Kumpel wird übrigens auf meinem aktuellen Album erwähnt, leider ist mein Kumpel vor einigen Jahren unter tragischen Umständen ums Leben gekommen.

Durch den PC, in Verbindung mit dem Programm „Fruity Loops“, erreichte ich eine Qualitätssteigerung meiner Beats, jedoch hatte ich immer noch keine Möglichkeit meine Texte aufzunehmen, die ich nebenbei schrieb. Erst mit 16, nach dem Tod meines Vaters, erbte ich sein Musikequipment, darunter auch ein SM58 Mikrofon.

Nun begann ich meine bis dahin angesammelten Texte einzurappen und hatte 2002 meine erste eigene CD: „Ree G-Styles“. Qualitativ und raptechnisch war sie relativ „OK“, dafür, dass ich alles selbst produziert und aufgenommen hatte, aber auch nur im Bezug zur damaligen Zeit. Heute ist es für mich nicht mehr hörbar, doch meine Liebe zu Effekten war schon damals deutlich zu erkennen.

Seitdem produzierte ich jedes Jahr eine CD, dessen Inhalte sich in drei Kategorien einteilten: Spaß, Experimente und meine wirklich ernsthaften Songs, welche unter dem Künstlernamen „Ree G“ erschienen. Die anderen Projekte hatten unterschiedliche Namen. Wirklich erwähnenswert sind jedoch nur die Ree G-Alben „Akropoulos” (2013), „Blechjunge” (2015), „Reeboot” (2017) und „Last Lost Tracks” (2013-2017), welche bei allen gängigen Streaminganbietern zu finden sind, jedoch nicht mehr die Musik repräsentieren, die ich heute mache.

Erzähl mir etwas zu den Hintergründen von deinem neuen Album

Mit 29 Jahren kam die Entscheidung mein Abitur nachzuholen, um einen besseren Beruf ausüben zu können. Mit meinem Beruf im Einzelhandel war ich unglücklich und konnte kaum von dem geringen Gehalt überleben ohne nebenbei Einzelhändler in manch dunklen Gassen zu sein.

Zwischenzeitlich kamen kleinere Erfolge mit meiner alten Musik. Neben dem Studium, Arbeitsstelle und dem alltäglichen Leben, arbeitete ich zum größten Teil an verschiedenen Musikprojekten.

Das Hauptprojekt war jedoch mein Album „Reeset“ unter meinem neuen Namen „Ree“. In diesem spiegelt sich sowohl meine Vergangenheit und annähernd autobiografisch die Geschehnisse der damaligen Zeit wider. Das ist der Grund, weshalb darin der andauernde Ärger mit meinem Nachbarn, finanzielle Probleme, Drogengeschichten, mein Liebesleben inkl. Sexgeschichten mit Onlinedates und Kopfschmerzen wegen bescheuerten Frauen auftauchen. Ich habe meinen ganzen Hass mit viel Liebe in ein Album gegossen und mit Effekten garniert.

Die enthaltenen Skits des Albums, verbinden die entstandenen Songs miteinander und erschaffen daraus eine zusammenhängende Geschichte, die ich um die Lieder gesponnen habe. Es ist schwer zu beschreiben aber ich denke, niemand kann ahnen was als nächstes auf der Platte geschieht.

Es gibt typische Rap-Songs, Doubletime-Passagen, Trettman-artig gesungene Tracks und einige elektronische Experimente. Gegen Ende des Albums erwartet den Hörer einen der wohl ironischsten und gleichzeitig depressivsten Deutschrap-Songs der Gegenwart, welcher noch einmal Bezug zu vorherigen Songs des Albums aufnimmt und auf der Grenze zwischen Wahn und Genie balanciert. Ich möchte darauf aber nicht genauer eingehen. Hört es euch an. Am besten mit Kopfhörern für den besten Sound 🙂 und achtet auf die scheiß Effekte. 🙂

Musikalische Entwicklung von Album zu Album:

Auf meinem ersten halbwegs runden Release (Akropoulos 2013), wollte ich einfach zeigen, dass ich sowohl rappen als auch produzieren kann. Damals waren noch fast alle Beats selbst produziert, es gab schnelle Flows, Vergleiche, und sehr technische Raps. Der Sound und die Qualität ließen allerdings noch zu wünschen übrig. Dennoch ist es meiner Meinung nach mein bisher bestes Release. Auf diesem Album befand sich auch mein bis jetzt größter Erfolg „Offenbach“, welcher im Umkreis Aufsehen erregte und dafür gesorgt hatte, dass ich in verschiedenen Zeitungen und Blogs erwähnt wurde. So wurde unter anderem das Magazin „Spiegel“ sowie die „FAZ“ auf mich aufmerksam und auch ein Fernsehteam der HR-Fernsehsendung „Defacto“ suchte den Kontakt zu mir.

Im Jahr 2015 veröffentlichte ich mein Album „Blechjunge“, welches eher als Spaßprojekt gedacht war und fast so klang wie der Gegenentwurf zu „Akropoulos“. Ich nahm meine Hörer und mich selbst damit ein bisschen aufs Korn. Da ich damals 150 CDs von „Akropoulos“ verkauft hatte, spielte ich mit den Klischees, die im Rap so oft bedient werden. Bei 100.000 verkauften Platten bekommt man eine goldene Schallplatte als Auszeichnung. Bei den von mir verkauften 150 Platten bekommt man Blech. Sido war der Goldjunge und ich der Blechjunge. Wobei Blechjunge auch noch eine andere Bedeutung hat, da mein Vater Cracksüchtig war, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Sound und eigene Stilentwicklung

Die meisten Rapper, die erfolgreich werden, ändern auch ihr Soundbild – hin zur radiotauglichen Musik – und so wurde auch der Blechjunge wesentlich weicher und positiver, als man es bis dato von mir gehört hatte. Auch gab es einen ausgeprägteren Humor und sehr viele lustige Skits, welche jedoch ähnlich, wie bei „Reeset“, eine Geschichte abseits der Songs erzählen. Sie handelt von meinem geldgierigen Manager, der mich ausbeutet und dazu drängt Liebeslieder zu produzieren … Aber hört es euch selbst an. Sie kam zwar besser an als ich erwartet hatte, jedoch ist dieses Album nicht wirklich ernst zu nehmen.

Darauf folgte im Jahr 2017 mein letztes Album „Reeboot“, bei dem ich es mir zur Aufgabe machte meinen Sound zu verbessern. Ich war wieder in meiner ganzen „Abgefucktheit“ zurück. Das Album ist als Vorgänger von meinem jetzt am 14.08.2020 erscheinenden Album „Reeset“ zu verstehen.

Mit Reeset ändere ich auch meinen Künstlernamen von „Ree G“ in „Ree“. Die Namensänderung wurde auch schon auf den letzten zwei Alben angekündigt, da ich mich „Ree G“ nannte als ich 16 war und sich mittlerweile einfach zu viele Rapper mit „G“ im Namen in der Szene herumlümmeln. Ree G war damals an meinen Spitznamen „Richie“ angelehnt, das „G“ (Gee) bedeutet auch „Gangster“ und da ich ein echter Gangster bin, möchte ich natürlich nicht, dass das jeder weiß.

Auf „Reeset“ versuchte ich alle drei bisherigen Alben zu kombinieren und dabei künstlerisch möglichst frei zu bleiben. Das bedeutet: Es gibt technische Raps wie bei „Akropoulos“, Skits und eine Story, die sich durch das gesamte Album zieht (Blechjunge) und der Sound ist noch ein Stück weit moderner, als es bei „Reeboot“ der Fall war. Außerdem habe ich die Effektspielerei sehr in den Vordergrund gerückt und mir Mühe gegeben, dass die Abwechslung sehr hoch frequentiert ist. Man weiß nie was als nächstes kommt, durchzogen von einem roten Faden.

Wie setzt du deine kreativen Ziele um?

Es gibt bei mir keinen festen Ablauf, wie ich einen Song beginne. Manchmal habe ich einen Beat und schreibe ganz klassisch einfach meinen Text dazu. Beim nächsten Mal nehme ich freestylemäßig Lines auf, während ich den Beat baue und puzzle mir so meinen Text zusammen. Ein anderes Mal habe ich ein Onlinedate und nehme ihr Gestöhne für einen versauten Song auf (der Song wurde jedoch mit ihr zusammen im Voraus geplant). Es gibt einige dutzend Arten, wie bei mir Songs entstehen.

Fast jeder Song auf „Reeset“ hat einen wahren Hintergrund oder handelt von echten Personen aus meinem Umfeld. Manchmal zerhacke ich auch WhatsApp Nachrichten und verpacke Sie auf Beats.

Musikalische Zukunft:

Ich werde konstanter und besser geplant meine Musik veröffentlichen, versuchen wieder mehr selbst zu produzieren und auch öfter mal ein Video zu den Songs herauszubringen. Ich arbeite unter verschiedenen Namen verschiedene Styles aus und schaue einfach was passiert.

Nachdem mich „Reeset“ viele Nerven gekostet hat, möchte ich erst einmal wieder irgendeinen Quatsch, unter einem anderen Künstlernamen machen, ohne viel nachzudenken. Nebenbei arbeite ich jedoch schon am nächsten „Ree-Projekt“ und werde einen Teufel tun, auf irgendeinen Trend aufzuspringen.

Ich habe einiges über Mastering und Gain-staging gelernt, sodass die Soundqualität noch einmal einen deutlichen Sprung machen sollte. Ich werde aber keine 70-Minuten-Alben mehr produzieren. Das ist mir alles zu anstrengend und in der heutigen Zeit auch nicht unbedingt der schlauste Schachzug. Aber ein Ziel habe ich: Ich möchte positiver werden. Aber nur ein bisschen:-)

JETZT Reinhören!

Ein Kommentar bei „Reeset- Das neue ultimative Album von Ree“

  1. Schon immer eine ehrliche Haut mit freshen Songs gewesen! Das spiegelt er im Interview genau wieder

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