Tipps für einen besseren Workflow im Homestudio

Verbesserter Workflow im Homestudio gewinnt immer mehr an Bedeutung. Warum? Heute gibt es viel mehr am Musiker-Markt, nicht nur Equipment sondern auch an Hardware und Software (Plugins & Programme etc.).

Und nicht nur das, sondern im Verhältnis zu früher scheint vieles davon erschwinglicher. Sogar Free Vst Plugins die etwas taugen tummeln sich tausende am Markt.

Wer kennt das nicht-Vst Plugins sammeln ist längst zum Hobby geworden. Auch große Versionen von DAWs sind ziemlich überladen und beinhalten schon so viele Funktionen das es schnell unübersichtlich werden kann.

Doch diese Masse an Möglichkeiten kann den Workflow im Heimstudio enorm negativ beeinflussen. Die Kreativität wird gebremst und das Abmischen eines Projekts dauert ewig.

Folgende Tipps können dir helfen deinen Workflow zu optimieren und dich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ordnerstruktur im Audio-Pc

Klingt eigentlich selbstverständlich-aber bei den heutigen Mengen an Daten die in einem Audio-Pc entstehen können durch Projekte, und der Sammlung von div. Dingen wie Samples etc. , macht es Sinn sich überhaupt einmal Gedanken über die eigene Ordnerstruktur für den Audio-Pc zu machen. Dabei geht es nicht nur um einen besseren Workflow, sondern auch um die Effizienz.

In modernen Audio-PCs sind in der Regel SSD Festplatten für das Betriebsystem verbaut. Studio Pcs haben dann zusätzliche große Festplatten für Producer Content.

Hier hat sicherlich jeder sein eigenes System. Um ein Beispiel zu zeigen wie es aussehen könnte, zeige ich dir wie es bei mir auf der Festplatte aussieht.

Die Ordnerstruktur sieht wie folgt aus:

  • grobe Einteilung in Projekte wie z.B. Projekt M für Mastering oder Projekt R für Remixes
  • Projekte welche mehrere Arbeitsschritte enthalten wie das Produzieren, Abmischen und Mastern bekommen alle einzelne Unterordner in einem Projekt inklusive eines Audio-Ordners

Dies kann nicht nur helfen den Überblick zu behalten, sondern auch Projekte zeitnah abzuschließen. Je mehr Arbeitsschritte in einem Projekt stattfinden desto größer ist die Wahrscheinlichkeit sich zeitlich zu verlieren. (Beispiel: Produzieren und Abmischen gleichzeitig in einem Projekt.)

Templates anlegen

Wer nach einiger Zeit des Produzierens Erfahrungen gesammelt hat in den einzelnen Arbeitsschritten wird feststellen das sich eigene Arbeitsmuster ergeben haben. Im Prinzip eine Art Grundgerüst deiner Arbeitsweise welche schon Routings,Marker oder Plugins enthält welche du gerne benutzt. Dies solltest du dir zu Nutze machen und hierfür Templates anlegen. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Single Mastering oder M/S Mastering
  • Abmischen Template
  • EP Mastering Template
  • Restauration Template
Zeitmanagement für Projekte

Setze dir eine Deadline für Projekte oder einzelne Arbeitsschritte um den Fokus nicht zu verlieren. Zeitmanagement für das Abmischen von Musiktiteln kann auch bedeuten das du nicht einen Song 5 Stunden lang abmischst, sondern dir die Zeit auf drei Songs aufteilst.

Das hat den Vorteil das die Ohren nicht so schnell träge werden und du die Zeit vernünftig ausnutzt. Mal abgesehen davon sollten eh immer regelmäßig Pausen gemacht werden um eine Ermüdung der Ohren vorzubeugen. Meine Erfahrung ist je länger du einen Song abmischst umso schwieriger wird es das Ergebnis vernünftig zu beurteilen.

Und natürlich solltest du dir auch Deadlines zur Vollendung ganzer Projekte setzen.

Offline arbeiten

Offline im Homestudio zu arbeiten um den Workflow zu verbessern, soll nicht nur heißen das du deinen Audio-PC vom Netz nimmst, sondern auch möglichst andere Störfaktoren wie Handy, Tablet usw. zu vermeiden und gar nicht erst mit in den Raum zu nehmen.

Zusätzliche Hardware nutzen, wie z.B. Midi-Controller

Um hiermit einen besseren Workflow zu bekommen ist natürlich Einarbeitungszeit nötig. Doch langfristig sollte sich diese Investition lohnen. Wer ein gutes Masterkeyboard besitzt, hat vielleicht bereits einige ungenutzte Zusatz-Optionen wie Fader, Dreh-Potis und frei belegbare Buttons, und kann diese gezielt nutzen ohne Extra-Geld ausgeben zu müssen.

Vst-Plugins sortieren

Jeder hat beim Abmischen oder was auch immer gerade anliegt, wahrscheinlich seine Lieblings Plugins, vom EQ bis zum Kompressor.

Um den Überblick zu behalten und alles schnell parat zu haben, macht es Sinn, sehr volle Vst-Plugin Ordner zu sortieren und mit Ordner mit Favoriten zu belegen.

Dies macht die Arbeit auf Dauer effektiver durch schnelleren Zugriff auf die “Lieblingswerkzeuge” ohne langes suchen.

Ordnung im Studio

Nichts gegen Unordnung im Studio, besonders in kreativen Phasen.:)

Doch solltest du Vocals aufnehmen wollen, oder einfach nur ein Projekt abmischen, macht es Sinn vorher für Ordnung zu sorgen. Wenn du andere Musiker aufnimmst bereite dein Studio rechtzeitig vor.

Sorge schon vorab für die richtige Verkabelung und Ordnung, damit es bei der Studio-Session nicht zu Verzögerungen oder Problemen kommt.

DAW-Abstürze vermeiden

Damit es nicht zu unerwarteten Abstürzen in deiner DAW kommt, verzicht auf Plugins die du nicht wirklich nutzt, und konzentriere dich auf deine Werkzeuge die du gerne benutzt.

Achte auf verfügbare Updates für Vst-Plugins und DAWs.

Bei mir hat mal ein veralteter Grafikkartentreiber für Abstürze gesorgt. Solltest du mit einem Laptop arbeiten, kann Shared Memory der Grafikkarten bei DAWs zu Problemen führen.

Wenn du hiermit Probleme hast, versuche der Anwendung einer festen Grafikhardware zuzuteilen. (z.B. Onboardchip o. Grafikkarte)

Wenn du einen Studio Pc unter Windows 10 betreibst, kannst du hier lesen wie du deinen Pc für den Studioalltag optimierst.

Windows für DAW´s optimieren

 

Tastaturbefehle in der DAW nutzen

In diesem Video zeige ich anhand eines kurzen Beispiels, wie sich Tastaturbefehle und Macros in Cubase 10 erstellen lassen.

 

 

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